bla.

Veröffentlicht auf von psilocix

Komisch alles.

Weiß gerade nicht genau, ob ich mir zuviel oder zu wenig Gedanken mache, ob es einfach nur der Stress wegen der - im Moment unlösbaren - Review-Sache ist, der graue Himmel, die tausend Gedanken an C. oder sonst was, oder ob ich tatsächlich, wie schon länger vermutet, die Tabletten nicht vertrage und mehr oder weniger bipolar reagiere... ich weiß es wirklich nicht.

Was ich weiß ist recht übersichtlich - ich habe Stimmungsschwankungen, neige zu extremer Überdrehtheit und Euphorie einer- oder dem altbekannten Gefühl der inneren Leere andererseits, hab den Eindruck festzustecken, nicht voran zu kommen (der btw noch vor ein paar (?) Wochen exakt gegenteilig war) und muss mich eigentlich permanent zusammenreißen, um nicht durchzuhängen - wobei ich wieder nicht sicher bin, ob ich wirklich gut darauf achte(n kann) im Moment. Das ging mal besser, glaube ich - rückblickend ist die Einschätzung allerdings oft nicht wirklich rational.

Jedenfalls bin ich gänzlich unmotiviert, damit Freitag zu meinem Therapeuten zu gehen, weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass mir das im Moment irgendwie... nichts bringt, oder lange nicht so anhaltend wie früher. ...wobei ich das Gefühl ohnehin bei fast allem habe - Dinge die mir eigentlich wichtig sind/sein sollten reichen gerade mal für eine kurzfristige Ablenkung, danach ist wieder dieses dumpfe, ungute Gefühl da. Wenn man das jemand anders erzählen würde, würde ich das Gefühl formschön als Depression erklären, bei mir selbst ist das natürlich etwas komplizierter - auch, weil ich nicht weiß, was ich mit dieser Erkenntnis dann anfangen soll.

Irgendwas sagt mir, unterschwellig, dass die 3 Wochen ohne Konsum (ich hab gestern was getrunken und n halben Jonny geraucht, Effekt war allerdings eher verschwindend) dazu beitragen. Intensives Erleben wie es zb ein Highdose Trip Dex möglich macht, fehlt mir schon ziemlich - was ein guter Grund ist, genau das nicht zu tun. Wenn ich schon so weit bin, dass ich fast nur noch druff irgendwas spüre, ist das deutlich schlimmer als ich es eingeschätzt hätte.

...wobei andererseits alles funktioniert. Alltag, Soziales, bla. Nur dass ich mich damit die meiste Zeit irgendwie hohl und oft sehr nah am Abgrund fühle... manchmal kommt Wind auf und ich erinnere mich an das Gefühl, zu fallen/springen... ich tue es nicht, und frage mich, ob das nun gut oder schlecht ist.


Ich hätte sogar die Energie, irgendeinen Weg einzuschlagen... wenn ich denn dran glauben würde. Wenn ich davon überzeugt wäre, dass - wie früher - aufstehen und Tee kochen hilft, würde ich es tun. Gleiches gilt sinnigerweise auch für Selbstverletzung... ziemlich mies wenn sich nicht nur die destruktiven sondern auch die 'gesunden' Wege so schnell abnutzen.

Alles schon tausend mal da gewesen... im Moment hoffe ich auf den USA-Aufenthalt, da drüben hab ich meist... sehr intensiv gelebt. Hoffentlich klappt das noch. Was ich mit der Zeit bis dahin anfange... mh, wird sich wohl hauptsächlich auf Schadensbegrenzung belaufen.
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Veröffentlicht in As it is

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