Kreaturen

Veröffentlicht auf von psilocix



Manchmal,
wenn ich mich selbst im Rausch
entmenschlicht
wieder finde,
wenn die Surrealität der Situation
zusammen mit dem beißenden Schmerz,
der ungeheuren Energie,
den Schleier trüben Menschseins aufreißt,
manchmal,
erschrecke ich noch
vor dem animalischen Toben.

Dann,
wenn ich innehalte,
starr beobachte wie es langsam,
fast zärtlich hervortritt,
so unaufhaltsam dass es sich alle Zeit
nehmen kann, in diesem gefrorenen Augenblick,
erwache ich für einen Moment,
aus der Zwischenwelt.

Gerade jetzt,
spürend, wie es mehr wird,
immer stärker drängt, mit der Macht,
die mich immer wieder diesen Ausbruch
erleben lässt,
begreife ich ein Stück
was wahres Leben bedeutet.


Manchmal,
frage ich mich,
wie ihr sein könnt, ohne das,
wofür ihr vegetiert, vor euch hin existiert,
so nah an der Quelle jeder Kraft –
und wie ihr es verurteilen könnt, müsst,
ihr armen, toten Kreaturen.
Manchmal beneide ich euch nicht,
genieße es einfach.


Werbung

Veröffentlicht in irre-parabel

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post