Zeit...

Veröffentlicht auf von psilocix

Nochmal schnell, weil ich da seit ein paar Tagen drüber brüte und das eigentlich gerade nicht gebrauchen kann, lässt mich aber nicht los.

Hab die letzte Zeit viel über Psychopathologie gelesen, also u.a. die Frage wann bestimmte Symptome krankhaft werden, wo die Grenze zwischen 'normal' 'von der Norm abweichend' und 'pathologische' verläuft - in Bezug auf Verhalten, Gedanken, Gefühle...

Hat mich doch ein wenig erschreckt, wenn da so locker beschrieben wird, ein, zwei Wochen Trauer beim Verlust einer Bezugsperson seien völlig normal, ab ein paar Monaten sollte man pathologische Faktoren in Betracht ziehen. oO

Ich meine, ähm... es sind jetzt zwei Jahre. Nächsten Monat zwei Jahre, mir graut seit Wochen vor dem Termin. Es fühlt sich an wie Minuten nachdem ich den Anruf bekam - sureal, unbegreiflich, erstickend. Zwischendurch unerträglich, die meiste Zeit betäubt.

Ich weiß, dass mir niemand sagen kann, wann ich etwas verarbeitet haben 'müsste', dass sowas ohnehin nicht zur normen ist, das hier schon gar nicht, und überhaupt... ich weiß das. Trotzdem denke ich darüber nach... hauptsächlich auch, weil ganze Teile meines Lebens seitdem wie auf Eis gelegt sind, und ich mich frage, ob sich das jemals wieder ändern wird... ändern kann. Und wenn nicht...? : /

Keine Frage, dass ich ihn nie vergessen werde... never. Aber weiterleben...?
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Veröffentlicht in in sanguine veritas

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M
<br /> 2 Wochen?! oO Mit Verlaub, ich bin kein Fachmann (eher alles andere), aber 2 Wochen kommt mir sowas von abwegig vor.<br /> <br /> Und: definiere Bezugsperson. Wenn meine inzwischen 85 Jahre alten Eltern sterben, dann trauere ich darum sicherlich nicht so lange, wie wenn eben...DER Mensch in meinem Leben abrupt und vor seiner<br /> Zeit von mir gerissen wird. oO<br /> <br /> 2 Wochen....samme, in welcher Welt leben so Fachleute? oO<br /> <br /> <br />
Antworten
P
<br /> ..war jetzt etwas ins Unreine übersetzt, Originaltext war niederländisch, also... 'eine geliebte Person' oder so. Mir gehts auch nicht um die 2 Wochen, das ist sicherlich sehr eng gesehen. Nur...<br /> keine Ahnung. Der Gedanke, dass es 'normal' wäre, sowas irgendwann, wann auch immer, verarbeitet und überwunden zu haben. Das... kann ich mir nicht vorstellen. Mehr so überhaupt...<br /> <br /> <br />